Q&A zum Forschungsdatenmanagement

Am 14. November 2025 lud NFDI4Objects gemeinsam mit der CAA Deutschland zu einem interaktiven Webcast mit dem Thema “Q&A zum Forschungsdatenmanagement”ein. Rund 50 Teilnehmende diskutierten in der Veranstaltung konkrete Herausforderungen aus ihrer eigenen Forschungspraxis mit Vertreter:innen von NFDI4Objects.

Ausgangspunkt war eine vorab eingereichte Fragestellung zur nachhaltigen Sicherung, Standardisierung und interoperablen Bereitstellung einer komplexen archäologischen Forschungsdatenbank. Entlang dieser Praxisfrage wurden zentrale Themen des Forschungsdatenmanagements diskutiert:

  • die Abgrenzung von virtuellen Forschungsumgebungen, Datenbanken, Datenpublikationen und Langzeitarchivierung
  • die strukturierte Dokumentation relationaler Daten der Einsatz kontrollierter Vokabulare und Ontologien
  • sowie die Rolle persistenter Identifikatoren für die langfristige Nachnutzung.

Die Diskussion zeigte ein breites Spektrum an Perspektiven:

Awareness und Ausbildung: Mehrere Teilnehmende wiesen darauf hin, dass nicht nur Studierende, sondern auch Lehrende stärker für FDM sensibilisiert werden müssen, um Kompetenzen nachhaltig zu verankern.

Best Practices und Standards: Es entstand ein lebhafter Austausch über Best- und Bad-Practices, die Rolle von Standards in der Archivierung und die Notwendigkeit, methodisch-praktische Kompetenz mit technischem Hintergrundwissen zu verbinden.

Versionierung und Nachnutzbarkeit: Die Expert:innen erläuterten Unterschiede zwischen Langzeitarchivierung abgeschlossener Datensätze und versionierten Datenpublikationen, inklusive der Vergabe von DOIs.

Vokabulare und Mehrsprachigkeit: Die Herausforderungen, Begriffe in mehreren Sprachen konsistent zu verwenden, wurden anhand eines Beispiels aus Luxemburg verdeutlicht, was die Bedeutung von Community-getriebenen Vokabularen unterstrich.

Integration vorhandener Infrastrukturen: Fragen zur Nutzung von Fachrepositorien, Mapping-Pipelines und Knowledge Graphs führten zu konkreten Hinweisen, wie NFDI4Objects Projekte unterstützt, ohne starre Vorgaben zu machen.

NFDI4Objects präsentierte dabei aktuelle Entwicklungen und Angebote des Konsortiums, darunter die Weiterentwicklung der Empfehlungen zur Langzeitarchivierung, die Nutzung kontrollierter Vokabulare und Normdaten sowie Entwicklungen innerhalb der NFDI zum Thema persistente Identifikatoren. Außerdem wurde gezeigt, wie die Community aktiv in die Weiterentwicklung dieser Angebote eingebunden werden kann.

Der Webcast machte deutlich, wie NFDI4Objects als Vermittler zwischen Forschungspraxis, Infrastruktur und Community agiert: nicht mit starren Vorgaben, sondern durch Austauschformate, Community Cluster und Task Area Working Groups, in denen gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt werden. Die Veranstaltung bot damit nicht nur Antworten auf konkrete FDM-Fragen, sondern auch zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine weitere Beteiligung an den Aktivitäten von NFDI4Objects.

Hier finden Sie die Einladung zur Veranstaltung.