Workshop: From Field to FAIR: Approaches to Minimal Metadata for Interoperable Near-Surface Geophysical Data
Oberflächennahe geophysikalische Prospektionen sind für eine Vielzahl wissenschaftlicher Anwendungen unverzichtbar, darunter Präzisionslandwirtschaft, archäologische Prospektion sowie die Erforschung hydrologischer Prozesse in Landschaften. Trotz der häufigen Verwendung vergleichbarer Messmethoden und Sensortechnologien sind die Beschreibung und Dokumentation der Daten durch Metadaten, die zugrunde liegenden Metadatenstrukturen sowie die Dokumentationspraktiken nach wie vor stark fragmentiert. Um geophysikalische Daten einfacher austauschen, verstehen und wiederverwenden zu können, haben wir ein domänenspezifisches Metadatenmodell als Ontologie entwickelt. Es schafft eine Grundlage für die Beschreibung oberflächennaher geophysikalischer Messungen und macht die zugehörigen Informationen für Menschen und Maschinen gleichermaßen verständlich. Dadurch werden Datensätze leichter interoperabel, können effizienter zwischen Arbeitsgruppen und Disziplinen geteilt werden und lassen sich nachhaltiger in Forschungsdateninfrastrukturen integrieren. Es handelt sich somit um eine Sammlung, die sowohl methodenunabhängige Metadaten, z. B. Standort und Bearbeiter:in, als auch methodenspezifische Metadaten der Messmethoden umfasst. Ziel ist es, Datensätze mit standardisierten Metadaten zu versehen und somit den Austausch und die Veröffentlichung von Daten, z. B. auf Repositorien, zu vereinfachen und zu verbessern.
Der Workshop ist zweigeteilt. Er bietet im ersten Teil einen Einblick in den Entwicklungsstand des Metadatenmodells https://zenodo.org/records/20138538. Der zweite Teil ist praxisorientiert gestaltet: Anhand von Testdaten und einer aus der Ontologie abgeleiteten Vorlage werden Metadaten gemeinsam erfasst. Dabei stehen das praktische Ausprobieren, der Erfahrungsaustausch sowie die Diskussion von Anwendungsfällen und Herausforderungen im Mittelpunkt.
Das hier vorgestellte Metadatenmodell stellt eine erste Entwicklungsstufe des FAIRagro use cases 14 dar, der auf einer gemeinsamen Initiative innerhalb der NFDI zwischen FAIRagro, NFDI4Objects, NFDI4Earth basiert und ist für alle Anwender:innen von geophysikalischen Prospektionsmethoden zu empfehlen.
Datum: noch bekanntzugeben (vorraussichtlich KW 49)
Chairs: Ulrike Werban, Till Sonnemann, Johannes Rabiger-Völlmer
Kontakt: ulrike.werban@ufz.de
Zoom: wird noch bekannt gegeben