25. 11. 2026
Workshop: Toward a CAREful Archaeology - Integrating Indigenous Data Sovereignty into Excavation Practices and Archaeological Collections
Archäologische Ausgrabungen, Sammlungen und die damit verbundenen digitalen Dokumentationen bilden ein besonders wichtiges Anwendungsfeld für die Umsetzung der CARE-Prinzipien. Die lange Geschichte archäologischer Forschung, kolonialer Sammlungspraxis und die jüngere Geschichte des Kulturerbemanagements werfen grundlegende Fragen nach indigenem Wissen, Partizipation, Autorität und Datensouveränität auf. Grabungspraktiken und archäologische Sammlungen bildeten und bilden zentrale Schnittstellen zwischen lokalen Gemeinschaften, den Rechten indigener Gemeinschaften, nationalen Kulturerbepolitiken und transnationalen Forschungsinfrastrukturen. Dieser Online-Workshop untersucht, wie sich die CARE-Prinzipien in archäologische Ausgrabungen, Sammlungsmanagement und FAIRe Kulturerbedaten integrieren lassen. Wir laden Beiträge ein, die die Rolle indigenen Wissens, indigener Rechte und Teilhabe in archäologischen Ausgrabungen, Museumssammlungen und digitalen Kulturerbeinfrastrukturen aus historischen und gegenwartsbezogenen Perspektiven kritisch hinterfragen.
Mögliche Themen sind: Wie artikulieren sich indigenes Wissen/indigene Perspektiven/indigene Rechte in archäologischen Grabungsprojekten und Sammlungen aus diachronen und synchronen Perspektiven? Wie werden indigenes Wissen/Perspektiven/Rechte/Akteure in die archäologische Praxis und Sammlungserschließung weltweit eingebunden? Wo und wie artikulieren sich Konflikte und wie werden sie konzeptionell und methodologisch in die Grabungspraxis und (digitale)Sammlungserschließung integriert? Wie können digitale Methoden der archäologischen Praxis und der archäologischen Sammlungserschließung zur Sichtbarkeit indigenen Wissens, indigener Perspektiven und Rechte beitragen? Der Workshop richtet sich an Archäolog:innen, Museums- und Kulturerbefachleute, Expert:innen aus den Digital Humanities und dem Forschungsdatenmanagement, Vertreter:innen indigener Organisationen und Gemeinschaften sowie an Fachleute aus nationalen und internationalen Einrichtungen des Kulturerbes. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden werden die Teilnehmenden gemeinsam einen Fragebogen für Vertreter:innen indigener Organisationen entwickeln. Dieser soll als Grundlage für zukünftige Arbeiten zur Umsetzung der CARE-Prinzipien in der archäologischen Forschung und in Dateninfrastrukturen des kulturellen Erbes dienen.
Sprache: Englisch
Chairs: Romy Köhler, Tolin Jojo (DAI)
Weitere Informationen werden demnächst zur Verfügung gestellt!