Workshop: FAIRE Objektdokumentation in Museen und Sammlungen
Museale Sammlungsobjekte existieren heute nicht nur als materielle Artefakte, sondern zunehmend auch in Form ihrer digitalen Repräsentationen. Erfassung, Dokumentation und Vernetzung von Objektdaten bilden die Grundlage für Forschung, Sammlungspflege, Vermittlung und digitale Zugänglichkeit. Doch welche Informationen werden überhaupt erfasst? Welche Rolle spielen Fotografien, 3D-Modelle und Metadaten? Wie verändern neue Technologien, insbesondere KI-gestützte Verfahren, die Dokumentationspraxis? Und wie müssen Objektdaten strukturiert werden, um im Sinne der FAIR-Prinzipien langfristig auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu sein?
Der Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in aktuelle Ansätze der digitalen Objekterfassung und des Sammlungsdatenmanagements. Anhand von Beispielen aus den Einrichtungen der Museumsinsel werden unterschiedliche Strategien der Dokumentation und Erschließung vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei reicht das Spektrum vom Minimaldatensatz bis zur umfassenden, vernetzten Objektdokumentation.
Im Mittelpunkt stehen Fragen der Datenqualität, Standardisierung und nachhaltigen Nachnutzung sowie aktuelle Entwicklungen digitaler Dokumentationsverfahren, darunter auch KI-gestützte Ansätze der Objekterfassung.
Zu den Themen gehören unter anderem:
- Grundlagen der musealen Objektdokumentation
- Welche Daten werden wie erfasst? Metadaten, Fotografie und 3D-Digitalisierung
- Digitale Repräsentationen von Sammlungsobjekten
- Unterschiedliche Dokumentations- und Erfassungsstrategien auf der Museumsinsel
- Vom Minimaldatensatz zur Maximalerfassung: Standards, Tiefe und Vernetzung von Informationen
- KI-generierte und KI-gestützte Objekterfassung: Potenziale, Grenzen und Anwendungsfelder
- Herausforderungen und Chancen des Sammlungsdatenmanagements
- Datenqualität, Interoperabilität und nachhaltige Nachnutzung
- Unterschiedliche Anforderungen von Forschung, Sammlungspflege, Vermittlung und Öffentlichkeit an Objektdaten
Der Workshop verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Einblicken in aktuelle Arbeitsprozesse und vermittelt ein Verständnis dafür, wie digitale Objektdaten im Spannungsfeld von Dokumentation, Forschung, Sammlungsmanagement und nachhaltiger Bereitstellung entstehen und genutzt werden.
Zielgruppe: Studierende fortgeschrittener Bachelorstudiengänge, Masterstudierende sowie Promovierende der Archäologie, Kunstgeschichte und verwandter Kultur- und Geisteswissenschaften.
Interessierte werden gebeten, ein kurzes Motivationsschreiben (ca. 250 Wörter) mit Angaben zu ihren Vorkenntnissen, ihrem aktuellen Studienstand und ihren Erwartungen an den Workshop an folgende Adresse zu senden: c.klose@smb.spk-berlin.de
Termin: noch bekanntzugeben (vorraussichtlich Ende September/ Anfang Oktober)
Anmeldeschluss: 27. Juli 2026
Chairs: Angela Berthold und Christoph Klose
Max. Teilnehmendenzahl: 10 - 15
Kontakt: c.klose@smb.spk-berlin.de