8. 10. 2026 - 9. 10. 2026
Workshop: FAIRE Objektdokumentation in Museen und Sammlungen
Museale Sammlungsobjekte existieren heute nicht nur als materielle Artefakte, sondern zunehmend auch in Form ihrer digitalen Repräsentationen. Erfassung, Dokumentation und Vernetzung von Objektdaten bilden die Grundlage für Forschung, Sammlungspflege, Vermittlung und digitale Zugänglichkeit. Doch welche Informationen werden überhaupt erfasst? Welche Rolle spielen Fotografien, 3D-Modelle und Metadaten? Wie verändern neue Technologien, insbesondere KI-gestützte Verfahren, die Dokumentationspraxis? Und wie müssen Objektdaten strukturiert werden, um im Sinne der FAIR-Prinzipien langfristig auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu sein?
Der Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in aktuelle Ansätze der digitalen Objekterfassung und des Sammlungsdatenmanagements. Anhand von Beispielen aus den Einrichtungen der Museumsinsel werden unterschiedliche Strategien der Dokumentation und Erschließung vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei reicht das Spektrum vom Minimaldatensatz bis zur umfassenden, vernetzten Objektdokumentation.
Im Mittelpunkt stehen Fragen der Datenqualität, Standardisierung und nachhaltigen Nachnutzung sowie aktuelle Entwicklungen digitaler Dokumentationsverfahren, darunter auch KI-gestützte Ansätze der Objekterfassung.
Programm
Donnerstag, 8. Oktober 2026
| Uhrzeit | Inhalt | Ort |
|---|---|---|
| 09:30 | Willkommenskaffee | Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| 10:00 - 10:30 | Begrüßung, Vorstellung und Einführung Angela Berthold & Christoph Klose (Münzkabinett, SMB, NFDI4Objects) |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| 10:30 - 12:00 | Panel I | Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| NFDI4Objects und die digitale Publikation musealer Bestände Angela Berthold & Christoph Klose |
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| Objektdokumentation und Wissensmanagement im Museum Frank von Hagel (Institut für Museumsforschung) |
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| Einführung in die strategische Bilderfassung für FAIRE digitale Repräsentationen von Sammlungsobjekten Katja Sternitzke (Staatsbibliothek Berlin, NFDI4Culture) |
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| 12:00 - 13:00 | Mittagspause | |
| 13:00 - 15:00 | Panel II Standardisierte Erfassung und Publikation numismatischer Daten Christoph Klose & Paul Seyfried (Münzkabinett, SMB, BBAW) |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| 15:00 - 17:00 | Panel III Objektdokumentation im Museum für Byzantinische Kunst Elisabeth Ehler (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, SMB) |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| im Anschluss | Möglichkeit zum Besuch des Bode-Museums | Bode-Museum |
Freitag, 9. Oktober 2026
| Uhrzeit | Inhalt | Ort |
|---|---|---|
| 09:00 - 10:30 | Panel IV PergamonAltar Digital: 3D-Scan, digitale Rekonstruktion und Anwendungsgebiete Mahran Meißner (Siemens Art Program), Frederik Grosser und Moritz Taschner (Antikensammlung, SMB) |
Pergamonmuseum Altarsaal |
| 10:30 - 11:00 | Übergang Archäologisches Zentrum & Kaffeepause | Archäologisches Zentrum |
| 11:00 - 12:30 | Panel V Digitales im Museum: aus der Praxis der Objektdokumentation Thomas Tunsch (Museum für Islamische Kunst, SMB) https://doi.org/10.5281/zenodo.21888604 |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| 12:30 - 13:30 | Mittagspause | |
| 13:30 - 15:00 | Panel VI Integrating Museum Collections and Legacy Data: An AI-Assisted Approach Maxime Brami & Kevin Klein (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| ab 15:00 | Zusammenführung: Forschungsbedarf und aktuelle Praxis Abschlussdiskussion und Reflexion |
Archäologisches Zentrum Brugsch-Pascha-Saal |
| im Anschluss | Möglichkeit zur Besichtigung des Pergamon-Panoramas | Pergamonmuseum Das Panorama |
Die Veranstaltung findet zum größten Teil im Brugsch-Pascha-Saal im Archäologischen Zentrum der SMB, Geschwister-Scholl-Straße 6, 10117 Berlin, Museumshöfe, Haus 20B statt.
Zugang: Man kommt entweder über die Wache des Archäologischen Zentrums durch das Gebäude und den Innenhof zum Haus 20B oder man geht direkt in den Innenhof des Archäologischen Zentrums an der Schranke vorbei zum Haus 20B. Der Saal ist ausgeschildert und befindet sich im 5.OG von Haus 20B. Mit dem Fahrstuhl kommt man bis in das 4. OG. Das 5.OG ist nur über eine Treppe zugänglich. Teilnehmende, denen das Treppensteigen schwerfällt, setzen sich bitte im Vorfeld mit uns in Verbindung.
Zu den Themen gehören unter anderem:
- Grundlagen der musealen Objektdokumentation
- Welche Daten werden wie erfasst? Metadaten, Fotografie und 3D-Digitalisierung
- Digitale Repräsentationen von Sammlungsobjekten
- Unterschiedliche Dokumentations- und Erfassungsstrategien auf der Museumsinsel
- Vom Minimaldatensatz zur Maximalerfassung: Standards, Tiefe und Vernetzung von Informationen
- KI-generierte und KI-gestützte Objekterfassung: Potenziale, Grenzen und Anwendungsfelder
- Herausforderungen und Chancen des Sammlungsdatenmanagements
- Datenqualität, Interoperabilität und nachhaltige Nachnutzung
- Unterschiedliche Anforderungen von Forschung, Sammlungspflege, Vermittlung und Öffentlichkeit an Objektdaten
Der Workshop verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Einblicken in aktuelle Arbeitsprozesse und vermittelt ein Verständnis dafür, wie digitale Objektdaten im Spannungsfeld von Dokumentation, Forschung, Sammlungsmanagement und nachhaltiger Bereitstellung entstehen und genutzt werden.
Zielgruppe: Studierende fortgeschrittener Bachelorstudiengänge, Masterstudierende sowie Promovierende der Archäologie, Kunstgeschichte und verwandter Kultur- und Geisteswissenschaften.
Interessierte werden gebeten, ein kurzes Motivationsschreiben (ca. 250 Wörter) mit Angaben zu ihren Vorkenntnissen, ihrem aktuellen Studienstand und ihren Erwartungen an den Workshop an folgende Adresse zu senden: c.klose@smb.spk-berlin.de
Termin: noch bekannt zu geben (Anfang Oktober, vsl. 8.-9.Oktober 2026)
Anmeldeschluss: 13. September 2026
Chairs: Angela Berthold und Christoph Klose
Max. Teilnehmendenzahl: 10 - 15
Kontakt: c.klose@smb.spk-berlin.de
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