Conservation Data Framework

Beschreibung

Das Conservation Data Framework (kurz: CDF) ist ein offenes Referenzrahmenwerk für die standardisierte Datenerfassung und -kuratierung konservatorisch-restauratorischer Daten. Es verbindet ein Metadatenschema mit einem kontrollierten Metadatenvokabular und einer formalen Anwendungs-Ontologie. Diese überführt die konservatorischen Prozesse, Materialien, Methoden und Akteur:innen in ein konsistentes semantisches Modell. Als flexibel anpassbares Grundgerüst unterstützt das Conservation Data Framework Fachwissenschaftler:innen dabei, ihre Daten langfristig nutzbar, interoperabel und zitierfähig zu machen.

Der Referenzrahmen unterstützt die Modellierung unterschiedlicher konservatorischer Informationsarten unabhängig vom Fachbereich (Archäologie, Gemälde, Textil, Baudenkmalpflegen/Architektur, Leder, etc.), darunter Zustandsbeschreibungen, analytische Untersuchungen, Maßnahmenprotokolle, Material- und Werkzeugangaben sowie Entscheidungsprozesse. Diese Informationen liegen in der Praxis häufig fragmentiert in Freitextberichten, Tabellen oder proprietären Dateien vor. Das Conservation Data Framework bietet ein gemeinsames Bezugssystem, mit welchem solche Daten systematisch strukturiert, eindeutig referenziert und miteinander verknüpfbar werden können. Technisch basiert das Framework auf offenen Standards und etablierten Repräsentationsformaten des Semantic Web.

Nutzende des Frameworks beginnen typischerweise mit der strukturierten Erfassung restauratorischer Dokumentation in einem Formular- oder Anwendungskontext, wie sie beispielhaft in der Conservation Documentation Mockup-Page simuliert ist. Hier werden während der Eingabe Fachbegriffe aus verknüpften Normvokabularen vorgeschlagen, sodass Datenwerte zu Materialien, Maßnahmen, Werkzeuge und Zuständen eindeutig identifiziert und semantisch verlinkt werden können. Die so entstehenden Datensätze können anschließend exportiert, in andere institutionelle Systeme integriert oder öffentlich publiziert werden. Dadurch werden standortübergreifende Auswertungen, Vergleichsstudien und die Aggregation konservatorischer Informationen über Sammlungen, Projekte und Zeiträume hinweg möglich. Der besondere Mehrwert des Conservation Data Framework liegt in der engen Verzahnung von fachlicher Modellierung und formaler Wissensrepräsentation innerhalb eines offenen und gemeinschaftlich gepflegten Rahmens. Es ermöglicht nicht nur strukturierte Dokumentation, sondern schafft die Voraussetzungen für nachhaltige Datenintegration und Anschlussfähigkeit der Konservierung-Restaurierung an übergeordnete Infrastrukturen.

Conservation Data Framework nutzen

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