Entwicklung von Schnittstellen für Kulturerbeobjekte, Maßnahmen, Schutzflächen und Citizen-Science-Daten
Beschreibung
Der TRAIL zielt darauf ab, den Austausch und die Nachnutzung von heterogenen, meist länderspezifisch gespeicherten Denkmaldaten zu erleichtern. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass diese umfangreichen, dynamischen Datensammlungen in unterschiedlichen, oft proprietären IT-Systemen abgelegt sind und bislang nur manuell zwischen Institutionen (z. B. Denkmalfachämtern und Forschungseinrichtungen) ausgetauscht werden können. Dadurch entstehen erhebliche Hürden für Forschung, Dokumentation und langfristige Datensicherung. Zur Lösung entwickelt dieser TRAIL Community-Standards bzw. Schnittstellen u.a. auf Basis des ADeX-Standards des Verbands der Landesarchäologien. Diese definieren zentrale und optionale Datenfelder, ihre Typen und Inhalte, um Interoperabilität und automatisierten Datenaustausch zwischen Systemen zu ermöglichen. Die Schnittstellen sollen zudem semantisch mit Vokabularen anderer TRAILs verknüpft werden. Ziel des TRAILs ist die Schaffung von FAIR-konformen Standards für Kulturerebeobjekte [1], Maßnahmen, Schutzflächen und Citizen-Science-Daten. Durch die Umsetzung und Testung in den Systemen der Partnerinstitutionen wird eine nachhaltige Grundlage für den standardisierten, effizienten und offenen Austausch von Kulturerbedaten im Rahmen der NFDI geschaffen.
[1] Kulturerbeobjekt meint ein Datenobjekt, das einen geografisch verortbaren Punkt oder Bereich beschreibt, an dem mindestens ein denkmalpflegerisches, archäologisches oder paläontologisches Ergebnis nachgewiesen vorliegt oder vorgelegen hat. Der Begriff dient als Überbegriff für die Themengebiete der Denkmalpflege, Archäologie und Paläontologie und als Alias für die jeweils dafür üblichen Bezeichnungen der Datenhaltenden. Es ist aus Datensicht ein “Objekt”, muss aber nicht zwangsläufig ein physisches Objekt im eigentlichen Sinn beschreiben.
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